Der Mordfall Markovic – Delon, Pompidou, Nacktfotos und eine Staatsaffäre

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Auteurs / Autoren:GRUBER, JOACHIM
Source / Fundstelle:in: JoJZG, S. 93 - 100
Revue / Zeitschrift:Journal der Juristischen Zeitgeschichte
Année / Jahr:2021
Catégorie / Kategorie:Staatsrecht, Strafrecht
Mots clef / Schlagworte:Mord, WAHLEN
Zusammenfassung des Beitrags:

Der Beitrag schildert die Geschehnisse rund um den Mord an Stevan Marcovic im Jahre 1968, welcher sich zu einer politischen Affäre in Frankreich ausgeweitet hat. Marcovic arbeitete zum Zeitpunkt seines Todes für den damals bereits bekannten Schauspieler Alain Delon, der Fall wieß Verbindungen bis zum Präsidentschaftskandidaten Georges Pompidou auf und erregte in der Presse viel Aufsehen. Der Autor geht in seinem Beitrag genauer auf die Ermittlungen, die Rolle des Ehepaars Pompidou in dem Mordfall und auch die Verwicklungen von de Gaulle und René Capitant ein.

Gliederung des Beitrags:

I. Das Mordopfer: Stevan Markovic

II. Der Hauptverdächtige und sein Freund: François Marcantoni und Alain Delon

III. Erste Ermittlungsergebnisse

IV. Das Ehepaar Pompidou

V. Die ominösen Fotos

VI. Die Rolle des Justizministers René Capitant

VII. Die Rolle de Gaulles

VIII. Das Ermittlungsverfahren

IX. Versuch einer Würdigung

1. Eine Bewertung der Ermittlungsarbeit, oder: Wer war der Mörder?

2. Pompidou

“Tatprovokation” – The Legal Issue of Entrapment in Germany and Possible Solutions

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Auteurs / Autoren:HUBERT, JULIANE; GÖRLITZ, FRANZISKA; KUCHER, JASMIN; SCHEFFER, MORITZ; WIESER, PATRICK
Source / Fundstelle:https://www.cambridge.org/core/journals/german-law-journal/article/tatprovokation-the-legal-issue-of-entrapment-in-germany-and-possible-solutions/964310727F53984D02FB1BB6031289E3
Revue / Zeitschrift:German Law Journal
Année / Jahr:2019
Localisation / Standort:German Law Journal, Volume 20, Issue 4, pp. 496-509
Catégorie / Kategorie:Droit pénal, Strafrecht
Mots clef / Schlagworte:Tatprovokation, Provocation à l'infraction, Provocation à la preuve
Abstract: Incitement by police officers is a well-known and often utilized police measure in the German investigation process. Yet, when it comes to prosecuting the perpetrators, a moral conflict arises. Should a State, bound by its own constitution and committed to protect its citizens, be allowed to incite or support a possible offender and afterwards judge on his or her wrongful actions? After Germany’s higher courts had to deal with multiple cases of entrapped perpetrators, there has been a strong debate about the admissibility, requirements, and consequences of entrapment within the German legal system. International and national courts as well as scholars represent different legal standpoints in this regard. In particular, the approaches of the European Court of Human Rights and the German Federal Court of Justice differ significantly in their results. As Germany ratified the European Convention on Human Rights and therefore has to adhere to the European Court of Human Rights’ ruling, an additional legal conflict arises. This article depicts and discusses the most relevant approaches to resolve this moral and legal conflict and satisfy both the need for effective prosecution and the procedural rights of the individual person subject to the act of entrapment. Additionally, recent legislative ambitions are presented.

#BalanceTonPorc: Verpfeif dein Schwein – über die Auswirkungen von #MeToo und die Neuerungen im französischen Sexualstrafrecht

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Auteurs / Autoren:WEBER, MICHELLE
Source / Fundstelle:in: jM 2019, S. 214 - 216
Revue / Zeitschrift:Juris - Die Monatszeitschrift
Année / Jahr:2019
Catégorie / Kategorie:Strafprozeßrecht, Strafrecht
Mots clef / Schlagworte:DISKRIMINIERUNG, SEXUELLE BELAESTIGUNG
Einführung der Autorin:

Liberté, mais pas toujours. Seit über einem Jahr verbreiten vor allem Frauen unter dem Hastag #MeToo - in Frankreich auch gerne unter #BalanceTonPorc - ihre Erfahrungen mit Sexismus. Beginnend bei Alltagssexismus über Diskriminierung, bis hin zu sexuellen Übergriffen, Missbrauch und Vergewaltigung wird alles geteilt. Innerhalb dieses Jahres hat die #MeToo-Bewegung jedoch nicht zur Zuspruch erfahren. Von verunsicherten Männern, denen Komplimente nur noch ängstlich über die Lippen gehen, und Frauen, die tatsächlich Opfer sexueller Gewalt wurden und sich von #MeToo-Trittberettfahrerinnen ohne eigene Erfahrung mit Sexismus veralbert fühlen. Auch seitens der weiblichen französischen Prominenz hagelt es Kritik. Ob ein Verhalten als sexuelle Belästigung empfunden wird oder nicht, ist wohl durchaus subjektiv geprägt. Eine subjektive Prägung schwindet aber, wenn ein solches Verhalten strafrechtlich relevant wird. Dies ist jetzt in Frankreich der Fall, wo seit Mitte des letzten Jahres ein neues Gesetz gilt, das mit dem Zweck, Frauen zu schützen, verabschiedet wurde, welches aber auch die von den Französinnen und Franzosen so geliebte Freiheit einschränkt.

Gliederung des Beitrags:

A) Die Idee

B) Der Inhalt

I. Verlängerung der Verjährungsfrist (Art. 7 code de procédure pénale)

II. Sexuelle Handlungen zulasten Minderjähriger (Art. 222-22-1 code pénal)

III. Schaffung eines neuen Straftatbestandes des "Sexistischen Beleidigung" (Art. 621-1 code pénal)

C) Fazit

 

Absprachen im französischen Strafverfahren? – Das Verfahren der “Comparution sur reconnaissance préalable de culpabilité”

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Auteurs / Autoren:HAMDAN, STEPHANIE
Source / Fundstelle:Nomos, 252 S.
Année / Jahr:2018
Catégorie / Kategorie:Strafprozeßrecht, Strafrecht
Mots clef / Schlagworte:Absprachen, RICHTER, STAATSANWALT, STRAFVERFAHREN
Kurztext des Verlags:

Das Werk analysiert aus einem deutschem Blickwinkel das im französischen Strafverfahren weitreichendste konsensuale Verfahren („Comparution sur reconnaissance préalable de culpabilité“) und setzt es in Bezug zu weiteren konsensualen Verfahren im französischen und deutschen Strafprozess. Der Staatsanwalt schlägt in diesem Verfahren dem geständigen Beschuldigten die Strafe vor, der Richter bestätigt sie nach öffentlicher Anhörung des Beschuldigten. Die Vereinbarkeit mit den Grundsätzen des Strafverfahrens wird geprüft und die Besonderheiten des Verfahrens (Pflichtverteidigung, Trennung vom herkömmlichen Verfahren, Geständnis im Vorfeld, öffentliche richterliche Überprüfung, Ausschluss von Tätergruppen, die anfällig für falsche Geständnisse sind, eingeschränkter Anwendungsbereich und Rechtsfolgen) werden erläutert. Durch Darstellung von statistischen Erhebungen und Studien wird die praktische Relevanz der diskutierten Fragestellungen und dargestellten Verfahrensarten verdeutlicht.

Le “deal” en France: Absprachen im französischen Strafverfahren

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Auteurs / Autoren:BRITZ, GUIDO
Source / Fundstelle:in: JM 4/2018, S. 167 - 170
Revue / Zeitschrift:Juris - Die Monatszeitschrift
Année / Jahr:2018
Catégorie / Kategorie:Strafprozeßrecht, Strafrecht
Mots clef / Schlagworte:Absprachen, STRAFVERFAHREN
Zusammenfassung:

Der Verfasser geht in seinem Beitrag näher auf die seit 2004 in Frankreich bestehenden Vorschriften zur strafrechtlichen Absprache, zu der Comparution sur reconnaissance préalable de culpabilité (C.R.P.C.) ein. Er bietet zunächst einen Überblick über die bestehenden Regelungen, um diese dann einen größeren Kontext einzuordnen und schließlich zu einer rechtsvergleichenden Betrachtung zu kommen.

Gliederung des Beitrags:

A. Einleitung

B. Zum Inhalt der C.R.P.C.

I. Zum Anwendungsbereich der C.R.P.C.

II.Zum Verfahren der C.R.P.C.

III. Zu den Sanktionen im Rahmen der C.R.P.C.

C. Zur Einordnung und zu den Perspektiven der C.R.P.C.

D. Zur strafrechtsvergleichenden Bewertung